Mieter-Rechte & Musterschreiben
§554 BGB garantiert Ihr Recht auf ein Balkonkraftwerk. So stellen Sie den Antrag rechtssicher.
* Diese Vorlage dient als Orientierung. Bitte passen Sie das Schreiben an Ihre individuelle Situation an.
Nächste Schritte nach Ihrer Vermieteranfrage
1. Schreiben an Vermieter senden
Verschicken Sie Ihr Musterschreiben per Einschreiben oder E-Mail mit Lesebestätigung
2. Registrierung im Marktstammdatenregister
Melden Sie Ihre Anlage bei der Bundesnetzagentur an (Pflicht innerhalb eines Monats)
3. Richtiges Speichersystem wählen (ROI-optimiert)
Maximieren Sie Ihre Rendite durch die Wahl eines effizienten Batteriespeichersystems
Ihre Rechte nach §554 BGB
Seit 2023 haben Mieter ein gesetzlich verankertes Recht auf die Installation eines Balkonkraftwerks. Der Vermieter darf die Zustimmung nur in begründeten Ausnahmefällen verweigern.
"Der Mieter kann verlangen, dass ihm der Vermieter bauliche Veränderungen der Mietsache erlaubt, die dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge [...] oder dem Anschluss an ein Telekommunikationsnetz dienen."
§554 Abs. 1 BGB (seit 01.01.2024 erweitert auf Balkonkraftwerke)
Was darf der Vermieter verlangen?
Schriftlichen Antrag
Sie müssen Ihre Anfrage schriftlich stellen und technische Details zur Anlage angeben.
Fachgerechte Installation
Die Installation muss fachgerecht erfolgen (VDE-Norm AR-N 4105). Bei Stecker-Anlagen ist keine Elektrofachkraft nötig.
Haftpflichtversicherung
Meist über Ihre Privathaftpflicht abgedeckt (Rückfrage beim Versicherer empfohlen).
Rückbau bei Auszug
Sie verpflichten sich, die Anlage beim Auszug rückstandslos zu entfernen.
Was darf der Vermieter NICHT?
Grundsätzliche Ablehnung
Eine pauschale Ablehnung ohne konkrete Begründung ist nicht zulässig.
Überhöhte Anforderungen
Der Vermieter darf keine unverhältnismäßigen Auflagen machen (z.B. Gutachten für Standard-Anlagen).
Kosten auf Mieter abwälzen
Sie tragen Anschaffung und Installation – aber keine zusätzlichen "Bearbeitungsgebühren".
Was tun bei Ablehnung?
- 1
Schriftliche Begründung einfordern
Der Vermieter muss eine konkrete, rechtlich tragfähige Begründung liefern.
- 2
Mieterbund oder Anwalt konsultieren
Lassen Sie die Ablehnung rechtlich prüfen – meist sind Vermieter im Unrecht.
- 3
Gerichtliche Klärung
Als letztes Mittel: Klage auf Zustimmung (Erfolgsaussichten bei Standard-Anlagen sehr hoch).