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Ihre Rechte

Mieter-Rechte & Musterschreiben

Seit dem 17. Oktober 2024 haben Mieter nach § 554 BGB einen Anspruch darauf, dass der Vermieter ein Balkonkraftwerk erlaubt. Mit unserem kostenlosen Musterschreiben stellen Sie den Antrag in zwei Minuten.

Stand: · Redaktion Balkonstromheld

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* Diese Vorlage dient als Orientierung. Bitte passen Sie das Schreiben an Ihre individuelle Situation an.

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DIN 5008 Briefformat
[Ihr Name] [Ihre Adresse] [Name Vermieter/Hausverwaltung] [Anschrift Vermieter/Hausverwaltung] 27.09.2026 Antrag auf Erlaubnis zur Anbringung eines Steckersolargeräts (Balkonkraftwerk) gemäß § 554 Abs. 1 BGB Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bitte ich Sie um Ihre Erlaubnis, an meiner Mietwohnung in [Ihre Adresse] ein Steckersolargerät (Balkonkraftwerk) anzubringen und zu betreiben. Nach § 554 Abs. 1 BGB in der seit dem 17. Oktober 2024 geltenden Fassung kann ich als Mieter verlangen, dass Sie mir bauliche Veränderungen erlauben, die der Stromerzeugung durch Steckersolargeräte dienen. Angaben zur Anlage: – Solarmodule: [Anzahl] × [Leistung] Wp, Maße je [Länge × Breite] cm – Wechselrichter: [Hersteller/Modell], max. 800 VA, mit integriertem Netz- und Anlagenschutz – Montageort: [z. B. Balkongeländer zur Hofseite], Befestigung mit [Halterung] ohne Bohrungen in die Fassade – Anschluss: über eine vorhandene Steckdose Ich sichere Ihnen zu, – die Anlage fachgerecht und sturmsicher zu montieren, ohne die Bausubstanz zu beschädigen, – die Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur zu registrieren, – eine Privathaftpflichtversicherung zu unterhalten, die Schäden durch die Anlage abdeckt, – die Anlage bei meinem Auszug auf eigene Kosten zu entfernen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Details der Ausführung, etwa die genaue Position der Module, stimme ich gern mit Ihnen ab. Ich bitte um Ihre schriftliche Erlaubnis bis zum 25.10.2026. Mit freundlichen Grüßen [Ihr Name]

Nächste Schritte nach Ihrer Vermieteranfrage

1. Schreiben an Vermieter senden

Verschicken Sie Ihr Musterschreiben per Einschreiben oder E-Mail mit Lesebestätigung

2. Registrierung im Marktstammdatenregister

Melden Sie Ihre Anlage bei der Bundesnetzagentur an (Pflicht innerhalb eines Monats)

3. Richtiges Speichersystem wählen (ROI-optimiert)

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Ihre Rechte nach § 554 BGB

Mieter haben seit dem 17. Oktober 2024 einen gesetzlichen Anspruch auf die Erlaubnis für ein Balkonkraftwerk. An diesem Tag trat das Gesetz in Kraft, das Steckersolargeräte in § 554 BGB (Mietrecht) und § 20 WEG (Wohnungseigentum) als privilegierte bauliche Veränderung aufnahm. Der Wortlaut:

„Der Mieter kann verlangen, dass ihm der Vermieter bauliche Veränderungen der Mietsache erlaubt, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen, dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge, dem Einbruchsschutz oder der Stromerzeugung durch Steckersolargeräte dienen.“

Das Bundesministerium der Justiz fasste das Ziel der Reform so zusammen: Wer ein Balkonkraftwerk in seiner Miet- oder Eigentumswohnung installieren will, „soll es künftig einfacher haben“ (Pressemitteilung vom 13. September 2023).

Was darf der Vermieter verlangen?

  • Einen Antrag mit Angaben zur Anlage

    Beschreiben Sie Module, Wechselrichter, Montageort und Befestigung. Schriftlich ist empfehlenswert, damit Sie später einen Nachweis haben.

  • Mitsprache beim Wie

    Der Vermieter darf über die Art der Anbringung mitentscheiden, etwa die Position am Geländer oder eine Befestigung ohne Bohrungen.

  • Sichere Montage

    Die Anlage muss sturmsicher befestigt sein und den Normen entsprechen (Wechselrichter mit NA-Schutz, Produktnorm DIN VDE V 0126-95). Bis 960 W Modulleistung genügt ein Schuko-Stecker.

  • Rückbau und Sicherheit

    Beim Auszug entfernen Sie die Anlage. Nach § 554 Abs. 1 Satz 3 BGB kann eine besondere Sicherheit für den Rückbau vereinbart werden.

Was darf der Vermieter nicht?

  • Pauschal ablehnen

    Eine Ablehnung ist nur zulässig, wenn ihm die Maßnahme unter Abwägung beider Interessen nicht zuzumuten ist. Er muss diese Gründe konkret benennen.

  • Unverhältnismäßige Auflagen machen

    Forderungen wie ein Statikgutachten für ein Standard-Balkonkraftwerk am Geländer dürften in der Regel unverhältnismäßig sein.

Was tun bei Ablehnung?

  1. Schriftliche Begründung einfordern

    Bitten Sie um die konkreten Gründe und bieten Sie an, die Art der Montage abzustimmen – oft löst das den Konflikt.

  2. Mieterverein oder Anwalt fragen

    Ein örtlicher Mieterverein prüft die Ablehnung meist günstig und kennt die aktuelle Rechtsprechung.

  3. Klage auf Erlaubnis

    Als letztes Mittel können Sie die Erlaubnis gerichtlich einfordern. Weil der Anspruch gesetzlich geregelt ist, muss der Vermieter die Unzumutbarkeit begründen.

Nach der Erlaubnis: die nächsten Schritte

Montieren Sie die Anlage sturmsicher, tragen Sie sie innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister ein und informieren Sie Ihre Privathaftpflicht. Alle Pflichten finden Sie imrechtlichen Rahmen. Ob sich ein Speicher lohnt, zeigen derSpeicher-Vergleichund derROI-Rechner.

Hinweis: Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Im Streitfall wenden Sie sich an einen Mieterverein oder eine Anwältin bzw. einen Anwalt für Mietrecht.

FAQ

Fragen zu Mieterrechten

Brauche ich als Mieter die Erlaubnis des Vermieters für ein Balkonkraftwerk?

Ja, Sie brauchen eine Erlaubnis – aber Sie haben seit dem 17. Oktober 2024 einen Anspruch darauf. § 554 Abs. 1 BGB zählt die Stromerzeugung durch Steckersolargeräte zu den baulichen Veränderungen, die der Vermieter erlauben muss, sofern sie ihm nicht unzumutbar sind.

Wann darf der Vermieter ein Balkonkraftwerk ablehnen?

Nur wenn ihm die Maßnahme auch unter Würdigung Ihrer Interessen nicht zugemutet werden kann (§ 554 Abs. 1 Satz 2 BGB) – etwa bei Denkmalschutzauflagen oder einer konkreten Gefahr für die Bausubstanz. Über das Wie, zum Beispiel Position und Befestigung, darf er mitentscheiden.

Gilt das Recht auch in einer Eigentumswohnung?

Ja. Seit dem 17. Oktober 2024 kann jeder Wohnungseigentümer nach § 20 Abs. 2 WEG verlangen, dass die Eigentümergemeinschaft ihm ein Steckersolargerät gestattet. Die Gemeinschaft entscheidet per Beschluss über die Art der Durchführung.

Wer zahlt Anschaffung, Montage und Rückbau?

Sie als Mieter. Sie tragen die Kosten für Gerät und Montage und müssen die Anlage beim Auszug in der Regel entfernen. Nach § 554 Abs. 1 Satz 3 BGB kann sich der Mieter zudem zu einer besonderen Sicherheit für den Rückbau verpflichten.

Wie schnell muss der Vermieter antworten?

Das Gesetz nennt keine feste Frist. Üblich ist es, im Antrag eine angemessene Frist von etwa vier Wochen zu setzen. Unser Musterschreiben berechnet dieses Datum automatisch.