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Hardware-Vergleich 2026

Speicher-Vergleich 2026

Fünf gängige Balkonkraftwerk-Speicher im Datenvergleich – und die ehrliche Antwort auf die Frage, wann sich ein Speicher wirklich rechnet.

Stand: · Redaktion Balkonstromheld

Die Speicher im Datenvergleich

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro

Kapazität
2,69 kWh
Max. Kapazität
16,13 kWh
Leistung
1.200 W (am Netz auf 800 W begrenzt)
Kopplung
DC/AC
Garantie
10 Jahre
Preis
je nach Händler
Herstellerangaben

Zendure SolarFlow 2400 AC

Kapazität
2,88 kWh
Max. Kapazität
17,28 kWh
Leistung
bis 2.400 W bidirektional (am Steckersolar-Netzanschluss 800 W)
Kopplung
AC
Garantie
k. A.
Preis
ab 999 € mit einem Akku (Zendure-Shop)
Herstellerangaben

Zendure SolarFlow 800 Pro

Kapazität
1,92 kWh
Max. Kapazität
11,52 kWh
Leistung
800 W (1.000 W Notstrom-Steckdose)
Kopplung
DC/AC
Garantie
10 Jahre
Preis
ca. 799–999 €
Herstellerangaben

EcoFlow STREAM Ultra

Kapazität
1,92 kWh
Max. Kapazität
erweiterbar mit STREAM-Akkus
Leistung
800 W (bis 2.300 W an der Gerätesteckdose)
Kopplung
DC/AC
Garantie
10 Jahre
Preis
ca. 799 €
Herstellerangaben

Growatt NOAH 2000

Kapazität
2,05 kWh
Max. Kapazität
8,19 kWh
Leistung
800 W über separaten Mikrowechselrichter
Kopplung
DC
Garantie
10 Jahre
Preis
je nach Händler
Herstellerangaben

Quelle: Herstellerangaben, geprüft am 27. September 2026. Preise schwanken je nach Händler und Aktion. Balkonstromheld hat die Geräte nicht selbst getestet.

Wann lohnt sich ein Speicher?

Ein Balkonkraftwerk-Speicher lohnt sich finanziell dann, wenn Ihre Anlage mittags regelmäßig mehr Strom erzeugt, als Ihr Haushalt gerade verbraucht. Ohne Speicher fließt dieser Überschuss bei einem nur im Marktstammdatenregister angemeldeten Steckersolargerät unvergütet ins Netz. Ein Speicher verschiebt ihn in den Abend und ersetzt so Netzstrom.

Der Haken: Ein Speicher mit rund 2 kWh kostet meist mehr als das Balkonkraftwerk selbst. Die Verbraucherzentrale nennt für ein Steckersolargerät mit zwei Standardmodulen Preise von 200 bis 300 Euro – ein Speicher kommt schnell auf 800 Euro und mehr.

Beispielrechnung (vereinfachte Annahmen)

  • Speicher: 1,92 kWh nutzbar, Mehrkosten 800 €
  • An rund 200 Tagen im Jahr voll geladen und abends entladen, 10 % Verluste
  • Verschobener Solarstrom: ca. 1,92 kWh × 200 × 0,9 ≈ 345 kWh pro Jahr
  • Ersparnis bei 35 ct/kWh: ca. 120 € pro Jahr
  • Amortisation des Speichers: ca. 6–7 Jahre – nur wenn genug Überschuss vorhanden ist. Bei 800 Wp und hohem Tagesverbrauch sind es oft deutlich mehr.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Kapazität passend zur Anlage: Für 800–2.000 Wp reichen meist 1,9–2,9 kWh. Mehr Kapazität bleibt im Winter ungenutzt.
  • AC- oder DC-Kopplung: AC-Speicher wie der Zendure SolarFlow 2400 AC lassen sich an jedes vorhandene Balkonkraftwerk anschließen. DC-Speicher wie der Growatt NOAH 2000 brauchen einen passenden Wechselrichter.
  • PV-Eingang: Wer die erlaubten 2.000 Wp Modulleistung nutzen will, braucht einen Speicher mit ausreichend PV-Eingang – etwa die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro mit 3.600 W.
  • 800-W-Grenze: Auch mit Speicher darf ein Steckersolargerät maximal 800 VA ins Hausnetz abgeben. Höhere Ausgangsleistungen gelten nur für die Notstrom- bzw. Gerätesteckdose.
  • Anmeldung: Speicher müssen derzeit von einem Elektriker beim Netzbetreiber angemeldet werden (siehe Normen).

Unser Fazit

Für die Nachrüstung eines vorhandenen Balkonkraftwerks ist ein AC-gekoppelter Speicher wie der Zendure SolarFlow 2400 AC am flexibelsten. Wer neu kauft und die vollen 2.000 Wp nutzen will, findet mit der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro den höchsten PV-Eingang und die größte Erweiterbarkeit. Für den günstigen Einstieg mit 2–4 Modulen sind Zendure SolarFlow 800 Pro und EcoFlow STREAM Ultra mit je 1,92 kWh die kompakteren Optionen.

Prüfen Sie vor dem Kauf im ROI-Rechner, ob sich der Speicher bei Ihrem Verbrauch überhaupt rechnet.

FAQ

Fragen zum Balkonkraftwerk-Speicher

Lohnt sich ein Speicher für ein Balkonkraftwerk?

Ein Speicher lohnt sich finanziell vor allem bei großer Modulfläche (1.600–2.000 Wp) und geringem Stromverbrauch tagsüber. Bei einem 800-Wp-Balkonkraftwerk ohne großen Überschuss verlängert ein Speicher die Amortisation meist, weil er mehr kostet als die Module selbst. Rechnen Sie Ihren Fall im ROI-Rechner durch.

Wie groß sollte der Speicher für ein Balkonkraftwerk sein?

Für ein Balkonkraftwerk mit 800–2.000 Wp reichen meist 1,9 bis 2,9 kWh. Ein größerer Speicher wird im Winter kaum voll und im Sommer reicht der Überschuss eines Balkonkraftwerks selten für mehr als eine Ladung pro Tag.

Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-gekoppelten Speichern?

Ein DC-gekoppelter Speicher sitzt zwischen Modulen und Wechselrichter und lädt direkt mit Solarstrom – das ist effizient, erfordert aber passende Komponenten. Ein AC-gekoppelter Speicher wie der Zendure SolarFlow 2400 AC wird an die Steckdose angeschlossen und lässt sich mit jedem vorhandenen Balkonkraftwerk kombinieren.

Muss ich einen Balkonkraftwerk-Speicher anmelden?

Ja. Der Speicher wird wie das Balkonkraftwerk im Marktstammdatenregister eingetragen. Laut Verbraucherzentrale müssen Speicher für Steckersolargeräte derzeit zusätzlich von einem zugelassenen Elektriker beim Netzbetreiber angemeldet werden, weil die Produktnorm DIN VDE V 0126-95 bisher nur Geräte ohne Speicher abdeckt. Mehr dazu im rechtlichen Rahmen.